Meningeome

Meningeome sind überwiegend benigne Tumore, mit langsamem, verdrängendem Wachstum.

Histologisch findet sich faserreiches Gewebe mit Verkalkungen, Zysten und regressiven Veraenderungen. Die Meningeome sind haeufig rundlich und gut abgegrenzt, kِönnen aber auch flächig wachsen (en plaque) oder multipel auftreten (z.B. beim M. Recklinghausen). Sie neigen zu Rezidiven und kِönnen auch sarkomatِas entarten. Klinik

Entsprechend der Lokalisation; häufig zerebrale Krampfanfälle sowie auch Zeichen gesteigerten intrakraniellen Druckes.

Therapie

  • Die radikale chirurgische Entfernung des gutartigen Meningeoms einschliesslich der Ansatzstelle führt zur Heilung ist somit die Therapie der Wahl. Im Fall eines Rezidivs wird zunächst die erneute Operation im Vordergrund stehen.
  • Die z.T. bei inkompletter Entfernung oder Rezidiv empfohlene Strahlentherapie dürfte bei benignem Grundleiden und aufgrund der Gefahr eines Strahlenschadens umstritten sein. Anders ist die Situation bei den malignen Meningeomen. Hier wird die postoperative Strahlentherapie allgemein empfohlen.
  • Bei ausgedehnten oder inoperablen Meningeomen evtl. auch als vorbereitende Maßnahme für die Operation, ist die Embolisation der zuführenden Gefaeße zu erwägen.
  • Bei Patienten mit inoperablen Meningeomen gibt es erste positive Erfahrungen mit dem Antiprogesteron Mifepriston (RU 486), bei Hinweisen auf eine möِgliche Hormonabhängigkeit der Meningeome.
  • Wenngleich durch die operative Behandlung die Anfallshäufigkeit zurückgeht, sollte eine präoperativ begonnene antikonvulsive Therapie postoperativ zumindest für 2 Jahre sowie nach Massgabe des EEG-Befundes fortgeführt werden.