Astrozytom Grad I-II nach WHO

Klinik

Besonders haeufig sind zerebrale Krampfanfaelle und Zeichen intrakranieler Drucksteigerung. Der Erkrankungsgipfel liegt im 4. Lebensjahrzehnt.

Therapie

Bei günstiger Lokalisation mِoeglichst radikale Entfernung der Tumormasse. Wegen des diffus-infiltrierenden Wachstums gilt eine vollstaendige operative Entfernung von Astrozytomen Grad II (WHO) als sehr problematisch. Im Gegensatz hierzu ist beim Astrozytom Grad I durch vollstaendige Entfernung eine Dauerheilung zu erzielen. Waehrend bei pilozytischen Astrozytomen die externe postoperative Nachbestrahlung keine Verbesserung der (ohnehin relativ günstigen) Prognose erbrachte, wird beiden anderen niedrig-malignen Astrozytomen über eine Verlaengerung der Ueberlebenszeit durch postoperative Nachbestrahlung berichtet. Im Falle eines Rezidivs kommt es haeufig zu einem Dignitaetswandel im Sinne einer Entdifferenzierung. Allgemeingültige Richtlinien zur Therapie derartiger Tumorrezidive sind schwer zu erstellen. Das Vorgehen wird insbesondere abhaengen vom Gesamtzustand des Patienten, von Lage, Ausdehnung und Dignitaet des Prozesses sowie der bereits erfolgten Vorbehandlung. Als zusaetzliche Behandlung kommt bei Entdifferenzierung die Chemotherapie in Betracht.